Okay, sind wir mal ehrlich. Wie viele Fotos machst du in der Woche? – Hab keine Angst, ich werde nicht nicht verurteilen. Es sind bestimmt sogar weniger als ich mache.

Nächste Frage ist, egal wie viele Fotos du machst, wie viele davon werden gedruckt? Mal eines für die Oma zum angucken?

Wie viele Fotos landen auf deinem Computer und werden nie wieder angeschaut? Oder schlimmer noch: wie viele sind nur auf deinem Smartphone und wären unwiederbringlich weg, wenn dieses das Zeitliche segnet?

Wahrscheinlich alle? Habe ich dich erwischt?

Ich hatte genau das gleiche Problem und habe einen Weg gefunden meine Erinnerungen zu bewahren. Natürlich möchte ich dich daran teilhaben lassen. Die Lösung heißt Project Life.

Was ist Project Life? Project Life ist ein System um deine Erinnerungen zu bewahren. Erstelle ganz einfach und kreativ Fotoalben.

Was ist Project Life?

Seine Erinnerungen zu bewahren ist einfacher gesagt als getan. Auf Neudeutsch heißt das ganze Memory Keeping und ist voll „in“. Ich möchte nicht nur einfach einen Trend mitmachen, sondern wirklich besondere Momente aber auch die kleinen Dinge im Alltag dokumentieren. Dies kann man auf verschiedene Weise tun. Im Blogbeitrag zum Memory Keeping bin ich bereits darauf eingegangen.

Das System, welches ich verwende und ich auch uneingeschränkt empfehlen kann, ist unter dem Markennamen Project Life bekannt. Man nennt es auch Pocket Page Scrapbooking. In vorgefertigte Hüllen mit „Taschen“ (Unterteilungen) werden Fotos, Karten mit hübschen Designs und Sprüchen oder sogenannte Journaling Cards mit Platz für deine Geschichten gesteckt.

Project Life ist eine einfache und unterhaltsame Art, deine Geschichte zu dokumentieren! Verwandel deine Fotos und Erinnerungen in ein Album, dass deine ganze Familie genießen wird.

Ich würde mich selbst nie als Scrapbooker bezeichnen. Aber ich startete mit diesem System 2012 und bin bis heute dabei geblieben. Diese Tatsache allein ist auf jeden Fall ein Beweis dafür, wie einfach und effektiv Project Life ist.

Wenn du auch so verzweifelt auf der Suche bist nach einem einfachen System deine Fotos in Alben oder Bücher zu bekommen, dann kann ist Project Life eine sehr gute Lösung.

TinkerBella.Rocks Project Life 2015 - Woche 04. Format: 12x12, Project 52

Die 3 Arten von Project Life

Becky Higgins ist die Erfinderin des Systems und hat auf Ihrem Blog ganz viel Inspiration. Das Video hier wird dir garantiert weiterhelfen um einen ersten Überblick zu bekommen.

Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat unterschiedliche Varianten mit verschiedenen Möglichkeiten heraus gebracht. Im Grundlegenden gibt es drei Arten: Physisch, Digital oder App.

Das Original Project Life System

Traditionelles Scrapbooking hat natürlich mit Fotos zu tun, aber auch mit Papier, Farben, Formen, Klebe, Schriftarten und so viel mehr. Project Life ist eine stark vereinfachte Variante wobei du nur drei Dinge benötigst:

  1. Kartenset (Core Kit)
  2. Album
  3. Hüllen mit Unterteilungen

Bei der physischen Variante muss man die Fotos vorher drucken. Das kannst du schnell Zuhause tun oder du wartest eine bisschen und bestellst gleiche mehrere Fotos auf einmal. Ich finde es etwas schwierig auf diese Weise zu arbeiten. Gleichzeitig kann man hier seiner Kreativität freien Lauf lassen. Zum Beispiel direkt auf Fotos schreiben, Verzierungen anbringen oder auch andere Erinnerungsstücke, wie Tickets und Flyer mit einbinden. Schaue im Shop von Becky Higgins* vorbei und lass dich von den Möglichkeiten inspirieren.

Digitales Project Life

Bei der digitalen Variante gestaltet man die Layouts mit einem Grafikprogramm, wie Photoshop, am Computer. Was in der physischen Variante die Hüllen mit Taschen sind, sind hier Templates. Es ist ähnlich einer Collage, die du beliebig befüllen kannst.

Auch hier besteht die Möglichkeit mit verschiedensten Karten und Designs sein Album zu gestalten. Du hast mehr Freiheiten, bist aber auch an den Computer und ein Bildbearbeitungsprogramm gebunden. Es ist etwas komplizierter diese Variante zu lernen, da man sich ein wenig mit Photoshop (Elements) auskennen sollte.

Es gibt jedoch tolle Kartensets und Templates direkt von Becky Higgins, aber auch von vielen anderen Designern. Du bist in deiner Kreativität überhaupt nicht eingeschränkt. Verzierungen und Overlays lassen sich hinzufügen. Du kannst Schatten, digitale Papiere und eigene Schriftarten einsetzen.

Ich finde es persönlich sehr toll, wie viele Details sich hier einbringen lassen. Die Layouts strahlen Persönlichkeit aus. Der große Nachteil ist jedoch, dass man eine Weile warten muss bis das Album vollständig ist und man es in den Druck geben kann. Alternativ kannst du auch einzelne Seiten drucken und in große Hüllen ohne Unterteilungen stecken. Eine Kombination aus physisch und digital.

TinkerBella.Rocks Project Life 2014 - Woche 51. Format: 12x12, Midnight Edition

App Scrapping mit Project Life

Die App Variante ist ähnlich wie die digitale Variante. Anstatt eines Grafikprogramms verwendest du eine App (Android und iOs*) mit bereit gestellten Templates und Kartensets. In der App kann man direkt seine Fotos einfügen und bearbeiten. Die Kartensets kannst du innerhalb der App kaufen und verwenden. Besonders schön ist die Möglichkeit auf den dedizierten Journaling Cards zu schreiben.

Es besteht auch die Möglichkeit andere digitale Sets mit einzubinden. Dann benötigt man jedoch weitere Apps um seine Geschichten und Bildunterschriften einzufügen. Fürs erste würde ich diese Variante auch nicht empfehlen, weil du so schnell überfordert sein könntest.

Ich würde vorschlagen die App einfach mal auszuprobieren. Sie kostet weniger als ein ausgefallener Kaffee bei Starbucks und hält dafür viel länger an. Ein paar Kits sind kostenlos und damit kannst du dann erstmal starten.

Der große Vorteil ist, dass du mit der App auch unterwegs deine Layouts gestalten kannst. Leider ist man jedoch auch eingeschränkt was Verzierungen und Schriftarten angeht.

TinkerBella.Rocks Project Life 2015 - Woche 22. Format: 12x12, Project 52

Der Arbeitsaufwand mit Project Life

Project Life ist in jeder Form einfach, hat aber spezielle Vor- und Nachteile. Jeder Form ist natürlich noch mit Arbeit verbunden, aber wahrscheinlich wirst du das so nicht sehen, da es einfach Spaß macht. Am besten entscheidest du dich, nachdem wie Zeit und Kreativität bei dir verfügbar sind.

Ich benutze die App Variante, weil ich wenig Zeit habe und meine Entscheidungsfähigkeit begrenzt ist. Entscheidungen zu treffen ist für mich nicht immer einfach. Das fängt bei der Bildauswahl an und endet spätestens bei den Möglichkeiten der Verzierungen. Deshalb brauche ich wenig Auswahl. Ein paar Kits und Templates reichen mir völlig. Deshalb habe ich auch ein paar Varianten mit dem kleineren Format 6×8 als Beispiel hier abgebildet. Dabei gibt es nur wenige Varianten in der App und ein Layout ist ruck zuck fertiggestellt.

Mein Zeitaufwand liegt bei ungefähr 1 Stunde in der Woche um eine Doppelseite der vergangenen 7 Tage zu erstellen. Das meiste erledige ich auf meinem Arbeitsweg in der Bahn. Manchmal schaffe ich es nicht oder (was vorkommen kann) ich habe keine Lust. Dann ist es ganz einfach, die vergangenen Wochen aufzuholen. Wichtig ist jedoch, dass man sich Notizen macht, was passiert ist oder von alles und jedem Fotos schießt. Ich mache eher letzteres.

TinkerBella.Rocks Project Life 2016 - Frauenwochenende. Format: 6x8, High Five Edition

Deine Geschichten – Dokumentiert.

Meine Liebe, ich möchte dich hier nicht unter Druck setzen. Ich werde in keiner Weise für diesen Beitrag bezahlt. Ich liebe Project Life und das Gefühl meine Erinnerungen und Fotos in den Händen zu halten. Ich möchte, dass auch du dieses Gefühl hast.

Deine Geschichte und die deiner Familie ist einzigartig. Vor allem sind die großen Ereignisse und auch die kleinen Momente im Alltag wertvoll. Ich möchte dich nur daran erinnern, dass es nicht kompliziert sein muss.

Es gibt keine Regeln und du kannst es so machen wie du möchtest. Ich finde es toll eine Sammlung meiner Jahrbücher zu erstellen und am Anfang des Jahres das komplette Buch des Vorjahres in den Händen zu halten. Ob du nur bestimmte Ereignisse, einzelne Geschichten oder wöchentlich Geschehnisse dokumentieren willst: die Entscheidung liegt ganz bei dir.

Überzeugt? So kannst du mit Project Life beginnen

Ich empfehle für den Einstieg die App Variante. Ein paar wenige weitere Apps vereinfachen dir aber auch den Umgang mit deinen Fotos und deren Bearbeitung. Deshalb habe ich das Starter Kit mit allen wichtigen Infos für Anfänger und Interessierte erstellt. Es ist kostenlos. Trage dich einfach mit deinem Namen und E-Mail Adresse ein und das Dokument mit Apps und Kurzanleitung ist auf dem Weg zu dir.

Starte noch heute und erstelle wunderschöne Fotobücher auf deinem Smartphone!

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Im kostenlosen Starter Kit findest du alle Apps und Tricks (für Android und iPhone), die ich benutze um meine Erinnerungen in Fotoalben festzuhalten.

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